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Festplatten im Computer – Worauf sollten Sie achten?

Im heutigen Zeitalter der Datensammler kann man kaum genug Speicherplatz haben. Über die letzten Jahre fielen die Preise für Festplattenspeicher stetig, doch auf der anderen Seite stiegen die Anforderungen an das Speichervolumen rasant an. Heute ist es keine Seltenheit, dass ein PC-Spiel oder ein zweistündiger Film in 4K-Auflösung schnell über 100 GB an Speicherplatz benötigt. Um diesen riesigen Datenmengen gewachsen zu sein benötigt Ihr System ausreichend Speicherkapazität. Doch nicht nur die Kapazität, auch die Technologie und die Schnittstellen sind von großer Bedeutung. HDD, SSD, SATA, M.2,… All diese Begrifflichkeiten möchten wir Ihnen als Festplatten Großhandel gerne näher erklären und Sie bei Ihrer Festplattenauswahl unterstützen.

 

 

 

HDD oder SSD? Oder beides?

Heutzutage haben sich im Grunde zwei Festplattentypen etabliert: HDD und SSD. Bei der HDD (Hard Disk Drive) handelt es sich um eine Festplatte, die aus mehreren rotierenden mechanischen Platten besteht. Daten werden auf der magnetischen Oberfläche dieser Platten gespeichert, indem ein Schreib-Lese-Kopf die Oberfläche gemäß der zu speichernden Information berührungslos magnetisiert. Zum Lesen der Daten tastet der Schreib-Lese-Kopf die Magnetisierung entsprechend wieder ab. Eine SSD (Solid-State-Drive bzw. Solid-State Disk) dagegen hat keine beweglichen Teile im Inneren, sondern ist aus mehreren Flash-Speicherchips aufgebaut.

 

Der Preis

Der Vorteil einer HDD ist der vergleichsweise geringe Preis pro Gigabyte im Vergleich zu einer SSD. Während man bei einer SDD mit einem Terabyte Speicherkapazität ungefähr 0,10€ pro Gigabyte zahlen muss, sind es bei einer HDD mit ebenfalls einem Terabyte lediglich ca. 0,04€ pro Gigabyte, womit der Preis pro Gigabyte Speicher bei einer SSD ca. zweieinhalb Mal so hoch ist wie bei einer HDD. Außerdem ist die maximale Speicherkapazität bei einer HDD deutlich höher ausgeprägt. Aktuell liegt der maximale Speicherausbau bei einer üblichen 3,5"-HDD bei 16 Terabyte, SSDs müssen sich mit maximal 8 Terabyte begnügen. Darüber hinaus werden HDDs mit steigender Speicherkapazität stets günstiger (ein Gigabyte HDD-Speicher kostet bei einer HDD mit 16 Terabyte Speicherkapazität nur noch 0,025€), während die Preise der SSDs nahezu linear mit der Speicherkapazität steigen.

 

Die Geschwindigkeit

Dagegen haben SSDs einen enormen Geschwindigkeitsvorteil. Üblicherweise liegen Lese- und Schreibrate bei ca. 500 MB/s, eine handelsübliche HDD kommt hierbei eher auf etwa 160 MB/s. Außerdem sind die Zugriffszeiten bei einer SSD mit 0,2 ms deutlich kürzer als bei einer HDD mit ungefähr 3,5 ms. Das macht sich vor allem beim Start eines Notebooks bemerkbar. Während ein Laptop mit einer SSD aus dem Ruhemodus aufgeklappt nahezu sofort da ist, lässt das gleiche Gerät mit einer HDD erst mal auf sich warten.

 

Mobilität

Ein weiterer Vorteil einer SSD ist, dass keine beweglichen Teile verbaut sind, sodass sie deutlich robuster gegenüber Erschütterungen ist als eine HDD. Des Weiteren können Sie SSDs auch in einem platz- und gewichtssparenden M.2-Format kaufen, was bei HDDs nicht möglich ist.

 

Was setze ich nun ein?

Eine SSD hat sich mittlerweile als Standard-Systemfestplatte in Computersystemen etabliert. Vor allem das Betriebssystem und häufig verwendete Programme profitieren massiv durch die sehr kurzen Zugriffszeiten und den hohen Datendurchsatz. Allerdings sind die Kosten pro Gigabyte entsprechend höher als bei einer HDD. Eine HDD empfiehlt sich immer dann, wenn man sehr große Datenmengen speichern will und dabei nicht die hohen Kosten für SSDs tragen möchte. Gerade für Backup-Server eignen sich HDDs sehr gut, da auf diese nicht permanent zugegriffen wird. Grundsätzlich sollten Sie sich zunächst Gedanken über Ihre genauen Anforderungen machen, bevor Sie Festplatten kaufen.

 

SSHD – der Hybrid

Die die Vorteile von SSDs und HDDs vereint:  Bei der SSHDs (Solid State Hybrid Drive) handelt es sich um eine Hybrid-Festplatte. Ein kleiner Flash-Speicher sitzt vor der rotierenden Festplatte. Dort werden häufig genutzte Dateien und Befehle abgelegt. Theoretisch sollen dadurch also SSD-ähnliche Zugriffs- und Ladezeiten möglich sein. Einen zweiten, positiven Nebeneffekt hat diese Hybrid-Technik noch: Sie verbraucht weniger Strom. Sie sind zwar etwas teurer als HDDs aber deutlich günstiger als reine SSD-Speicherlösungen.

 

SATA, PCIe, M.2– Was genau verbirgt sich dahinter?

Häufig liest man in der Beschreibung der Festplatten Abkürzungen mit SATA, PCIe oder auch M.2. Wir möchten an dieser Stelle etwas Licht ins Dunkel bringen und Ihnen die Begrifflichkeiten erklären.

 

SATA

… steht für Serial AT Attachment und ist die derzeit meist verwendete Datenschnittstelle für Festplatten. Die aktuelle Version ist SATA III (Version 3.X) und ermöglicht eine maximale Datentransferrate von 6 GB/s, weshalb diese Version auch SATA 6 GB/s genannt wird. Fast alle aktuellen HDDs und SSDs (im 2,5"-Format) werden über SATA III in das Computersystem eingebunden. Hier geht es zu den SATA-Modellen im Shop



M.2

… ist bei SSDs eine platzsparende Alternative zum gewöhnlichen 2,5"-Format. Bei M.2 handelt es sich um eine Steckkarte, die direkt auf einem kompatiblen Mainboard platziert wird. Der Vorteil hierbei ist, dass sowohl die Energieversorgung als auch die Datenverbindung direkt über das Mainboard umgesetzt wird und somit keine Kabel zur Verbindung notwendig sind. SSDs im M.2-Format können je nach Ausführung über SATA III oder über

 

PCIe

… (Peripheral Component Interconnect Express) angebunden werden. PCIe ist vor allem als Schnittstelle für Grafikkarten bekannt und ermöglicht gegenüber SATA III nochmals höhere Datentransferraten. Wie bereits erwähnt erreicht man mit SATA III ca. 500 MB/s, via PCIe sind über 2.000 MB/s möglich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass PCIe-SSDs etwas teurer sind als SATA-SSDs.

ECOM hat als Festplatten Großhandel natürlich Speichermedien in verschiedenen Formfaktoren und mit unterschiedlichen Schnittstellen im Angebot.

 

Mehrere kleine oder wenige große Festplatten?

Natürlich stellen Sie sich sicher die Frage, ob sie besser wenige Festplatten mit großer Speicherkapazität oder mehrere Festplatten mit kleinerer Speicherkapazität kaufen sollen.

Prinzipiell hat der Einsatz mehrerer Festplatten den Vorteil, dass beim Ausfall einer Festplatte nicht alle Daten auf einmal betroffen sind, sondern lediglich die Daten auf der defekten Festplatte. Somit kann man nach dem Austausch der Festplatte beim Aufspielen des Backups etwas Zeit sparen.

Ein Nachteil mehrerer Festplatten ist jedoch der deutlich höhere Stromverbrauch und Platzbedarf. Eine Festplatte mit 12 Terabyte Speicher verbraucht deutlich weniger Energie als 6 Festplatten mit je 2 Terabyte Speicher. Zusätzlich ist bei HDDs wie bereits erwähnt der Preis pro Gigabyte bei Festplatten mit hoher Speicherkapazität geringer als bei Festplatten mit geringerer Speicherkapazität. Außerdem benötigen Sie bei Verwendung mehrerer Festplatten auch ein größeres PC-Gehäuse, in dem Sie alle Speichermedien unterbringen können. Darüber hinaus steigt mit mehreren HDD-Festplatten auch die Geräuschkulisse Ihres Systems.

 

Festplatte partitionieren?

Normalerweise werden Festplatten ohne Partitionierung oder mit nur einer Partition ausgeliefert. Die Aufteilung in mehrere unabhängige Partitionen verursacht natürlich zunächst erhöhten Aufwand bei der Erstellung und bei Vergrößerung oder Verkleinerung der jeweiligen Partition, jedoch haben Partitionen auch einige Vorteile. Durch das Anlegen verschiedener unabhängiger Partitionen können Sie unterschiedliche Daten voneinander trennen, zum Beispiel das Betriebssystem und Ihre persönlichen Daten wie Bilder oder Musik. Sollte es im Betriebssystem einen Fehler geben und Sie müssen auf ein Backup zurückgreifen, bleiben Ihre persönlichen Daten in der anderen Partition unangetastet. Trotzdem ersetzt eine Partitionierung der Festplatte kein Backup, denn bei einem physischen Ausfall der Festplatte hilft auch keine Partitionierung. Außerdem ermöglicht das Anlegen mehrerer Partitionen auch eine parallele Installation von mehreren Betriebssystemen. So können Sie beispielsweise eine Windows- und eine Linux-Distribution auf einer physischen Festplatte installieren und beim Bootvorgang die entsprechende Partition zum Booten auswählen.

 

Wofür braucht man externe Festplatten?

Sie haben vor allem den Vorteil, dass sie nicht fest im PC-System verbaut sind und leicht gewechselt werden können. Üblicherweise werden solche Festplatten als Backup-Festplatten oder als Wechseldatenträger für größere Datenmengen verwendet. Vor allem die Nutzung als Backup-Lösung bietet sich an, da die Festplatte nicht dauerhaft mit dem System verbunden sein muss, sodass das Risiko, dass sich ein Systemfehler auf die Festplatte überträgt und somit das Backup beschädigt, deutlich geringer ist als bei einer fest verbauten Festplatte. Zusätzlich sind externe Festplatten oftmals in einem robusten Gehäuse verbaut, um gegen Erschütterungen besser gewappnet zu sein (vor allem relevant bei HDDs). Diese Vorteile erkauft man sich natürlich mit einem etwas höheren Preis gegenüber intern verbauten Speichermedien.

Selbstverständlich führt ECOM als Hardware Großhändler auch für Sie passenden Festplatten im Sortiment, shoppen Sie jetzt oder sprechen Sie uns gerne an. ECOM als Hardware Großhändler berät Sie hierzu gerne.

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