IT-BLOG

Wie mache ich mich als Computer-Reparateur oder -berater selbstständig?

Alles was Sie wissen müssen für eine Karriere als neben- oder hauptberuflicher PC-Bastler

Sie sind Computer-Spezialist und verfügen über das nötige Fachwissen? Sie träumen davon mit dieser Gabe und Leidenschaft Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ohne Chef und feste Bürozeiten? Dann machen Sie sich selbstständig! Die Selbstständigkeit bietet viele Vorteile, dennoch erfordert es auch von Ihnen einiges über die eigentliche Arbeit als Computerbastler hinaus. Unternehmerische Fähigkeiten wie Neukundengewinnung, Kommunikation mit Kunden oder allgemeine Unternehmensführung und Buchhaltung sind für den Weg in die Selbstständigkeit wichtige Bausteine.

Wer überlegt, sich mit Computer-Reparaturen als Dienstleistung selbstständig zu machen, stellt eine große Hilfe für Menschen dar, die von Technik wenig verstehen oder nicht die Geduld mitbringen, sich das nötige Wissen anzueignen. Denn ohne Computer kommt heute kaum jemand mehr aus. Und viele Menschen werden von Computer-Problemen schier in den Wahnsinn getrieben. Dabei kann es sich beispielsweise um die Beseitigung von Viren handeln oder das Aufsetzen eines neuen Betriebssystems. Ein anderer will seinen PC wieder schneller haben und aufrüsten, weiß aber nicht, welche Komponenten er dafür verwenden soll und wie er sie einsetzen kann. Für viele Computerbesitzer ist in solchen Situationen ein fachkundiger Spezialist die Rettung.

Der Markt und die Nachfrage nach Computer-Spezialisten ist groß und wird durch die voranschreitende Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen auch in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter zunehmen. Neue Dienstleister müssen aber nicht nur das nötige Fachwissen mitbringen, sondern sich auch bewusst sein, welche Herausforderungen der Wechsel in die Selbstständigkeit mit sich bringt.

Selbstständig als PC-Bastler oder -Reparateur Ecom Trading

Der Weg in die Selbstständigkeit: das sollten Sie beachten - Die bürokratischen Hürden

Besuch bei vielen Ämtern und Beantragung eines Gewerbescheines

Grundsätzlich bleiben Ihnen zu Beginn der Selbstständigkeit Besuche bei einigen Ämtern, Behörden und Institutionen nicht erspart. Bevor Sie mit Ihrem neuen Geschäft durchstarten, benötigen Sie einen Gewerbeschein. Spätestens bevor Sie die ersten Kunden annehmen, müssen Sie Ihr Gewerbe beim Gewerbeamt angemeldet haben. Das Finanzamt ist die nächste Anlaufstelle für Sie, wenn Sie sich Ihre Leistungen als nicht-Angestellter vergüten lassen möchten und hier beantragen Sie auch Ihre Steuernummer für das Gewerbe.

Kleingewerbe oder nicht?

Sie sollten sich frühzeitig darüber im Klaren sein, ob Sie mit einem Gewerbe oder Kleingewerbe beim Finanzamt starten möchten. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Sie mit einem Kleingewerbe keine Mehrwertsteuer in Rechnung stellen müssen bzw. dürfen und deshalb keine Umsatzanmeldung abgeben müssen. Diese Entlastung erspart Ihnen einiges an Büroarbeit. Auf der Kehrseite können Sie für gewerbliche Einkäufe keine Gewerbesteuer zurückfordern. Bei Hardware, die Sie für Endkunden kaufen, ist das Endresultat das gleiche: Die Mehrwertsteuer muss bezahlt werden und Sie bezahlen sie gleich mit an Ihren Großhändler für Hardware. Die Bürokratie ist überschaubar.

Doch alles an Büromaterialien, Telefon- und Internetrechnung oder Bewirtungsaufwände bei Kundenmeetings kostet Sie und Ihr junges Geschäft soviel wie jeden Endkunden: Sie zahlen 19% mehr als Unternehmer, die auf den Kleinunternehmerstatus verzichten. Dieser Status könnte vor allem am Anfang sinnvoll sein, um Ihr Gewerbe zunächst einmal zu testen, ohne sich von Anfang an mit der monatlichen Meldung abmühen zu müssen.

Ein weiterer Punkt, der für die Entscheidung ob Gewerbe oder Kleingewerbe mit einbezogen werden sollten, sind Ihre Kunden. Gewerbliche Kunden sind ein wertvoller Markt für Hardware-, Netzwerk- und Computer-Bastler. Sie sind weniger preissensitiv und haben im Regelfall größere Kontingente an PC-, Laptop oder Serverwartungen, -Installationen oder -Aufrüstaktionen. Zudem können Sie meist mit wiederkehrenden Aufträgen rechnen. Wenn Sie gewerbliche Kunden betreuen, werden diese nicht auf die Mehrwertsteuerrückvergütung bei Computerhardware verzichten wollen. Ihr Hardwaregroßhändler richtet die Rechnung über die Geräte inkl. Mehrwertsteuer an Sie, damit kann Ihr gewerblicher Kunde diese 19 % nicht zurückfordern und Sie dürfen sie in Ihren Rechnungen nicht ausweisen: ergo bleibt der Kunde auf den 19 % sitzen. Alternativ könnten Sie jeden Ihrer gewerblichen Kunden als Kunde bei Ihrem Hardware-Großhandelsunternehmen anmelden und managen für ihn den Kauf der Hardware. Sie stellen dannIhrem Kunden nur noch Ihre Arbeitsstunden in Rechnung.

Info: Eine Freiberuflichkeit kommt für Sie als Computerbastler nicht in Frage. Sie ist für die sogenannten freien Berufe (wie etwa Anwälte, Journalisten, Künstler, Architekten, etc.) und Landwirte vorbehalten.

 

TIPP: Für einen guten Start in Ihre Selbstständigkeit hilft ein Business-Plan. So können Sie sich intensiver mit der Idee und den genauen Voraussetzungen zu allen Details und Zielen auseinandersetzen. Hierfür gibt es Vorlagen im Internet aber auch kostenlose Beratung durch Institutionen und Verbände, wie die IHK oder Gründerhilfen wie die Wirtschaftssenioren. Mit Hilfe Ihres Business-Plans und der Beratung können Sie frühzeitig abschätzen und entscheiden, was Sie buchhalterisch und organisatorisch sowie an Kosten einplanen müssen.

 

Versicherungen

Auch mit Ihrer Krankenkasse und einem Steuerberater sollten Sie frühzeitig sprechen, da sich neue Regelungen für die Steuer oder neue Beitragssätze­­ ergeben können. Gegebenenfalls ist ein Wechsel zu einer privaten Krankenkasse sinnvoll. Nicht zu vergessen ist die richtige Haftpflichtversicherung. Denn Datenverlust, oder -lecks, Hardwareschaden oder Programmier-, und Sicherheitsfehler sind nur einige Risiken, die passieren können. Nur so ist gewährleistet, dass Sie aufgrund etwaiger Schäden Ihre berufliche und private Existenz nicht gefährden.

Erste Kunden als PC-Bastler und -Reparateur finden

Oftmals erweist es sich als erste Hürde überhaupt Kunden zu finden, solange Sie noch über wenige Rezensionen verfügen oder ein guter Ruf erst aufgebaut werden muss. Eine Investition in Online- oder Offline-Werbung kann erstmal hohe Kosten bedeuten, für den Anfang kann aber auch eine Weiterempfehlung von Freunden und Bekannten reichen. Überlegen Sie sich am besten schon vorher, ob sie Bekannte und Freunde haben, die Sie unterstützen können oder ob Sie bereits erste Kunden haben, die Sie zum Beispiel persönlich kennen. Zudem gibt es sogenannte Vermittlerbörsen für Selbstständige, welche zwischen Auftraggebern und -erbringern vermitteln.

Marketing

Die Neukundenakquise funktioniert meist über Mund-zu-Mund-Propaganda und lokale Suchmaschinenoptimierung: Wer sehr gute Arbeit gemacht hat, wird in der Regel weiterempfohlen und bekommt gute Bewertungen und kann sich einen größeren Kundenstamm aufbauen. Dennoch dürfen Sie nicht zu schüchtern sein und sollten gerade am Anfang Als PC Bastler selbstständig machen Ecom Tradingum Weiterempfehlungen und Kontakte bitten. Geben Sie Freunden und Kunden Ihre Visitenkarte mit und mailen Sie Ihren ersten zufriedenen Kunden den Link zum Google Bewertungsformular.

Verdienst und Arbeitszeiten

Bastler im Nebengewerbe?

Bevor Sie sich nebenberuflich selbstständig machen, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber Bescheid geben und abklären, ob das für ihn in Ordnung ist, ansonsten kann dies im schlimmsten Fall ein Kündigungsgrund werden. Das gleiche gilt für Ihren Vermieter: Dürfen Sie im Gebäude eine selbstständige Anmeldung haben? Falls nein müssten Sie sich ein Büro mieten.

Wenn Sie einen Haupt- und einen Nebenjob haben, müssen Sie sich sowohl an die gesetzlichen Vorgaben als auch an die Vorgaben Ihres Arbeitgebers halten. So soll sichergestellt werden, dass Ihre Selbstständigkeit Ihren Hauptjob nicht beeinträchtigt.

Das richtige Honorar für die zu erbringenden Dienstleistungen kalkulieren

Wichtig ist, dass Sie vorab genau kalkulieren, welche Ausgaben Sie haben, um nicht in die Schuldenfalle zu geraten. Selbstverständlich darf der Stundensatz anfangs auch nicht zu hoch sein, schließlich muss man sich erst auf dem Markt etablieren.

Der durchschnittliche Stundensatz von IT-Freelancern im Jahr 2018 belief sich auf 91,05 Euro (Freelancer-Kompass 2018). Bei einem einfachen Reparatur-Service häufig etwas weniger (rund 75 Euro), bei schwierigeren Aufgaben wie Softwarereparaturen, Datenrettung oder als freiberuflicher Softwareentwickler belaufen sich die Stundensätze oftmals auf über 100 Euro. 

Gewerblicher Einkauf von Software- und Hardwarekomponenten

Möchten Sie Ihre Kunden beim Computerkauf beraten oder Software- oder Hardwarekomponenten zum Aufrüsten kaufen, brauchen Sie einen zuverlässigen Anbieter, über den Sie günstig gewerblich einkaufen können. Wichtig ist hierbei, dass Sie darauf achten, bei Großbestellungen günstige Preise sowie eine schnelle und zuverlässige Lieferung der Produkte zu erhalten.

Mit Hilfe eines Händlerzugangs im ECOM Großhandel für Computer und Computerzubehör finden Sie die passenden Peripherieprodukte für PC, Tablet oder Notebook Ihrer Kunden zu wettbewerbsfähigen Preisen und eine hervorragende Verfügbarkeit. Bei uns finden Sie ebenfalls kompetente Ansprechpartner und erhalten bei einer Bestellung bis 18:30 Uhr die Lieferung innerhalb von 24 Stunden.

Achtung: Dieser Artikel bietet einen Überblick über nötige Schritte bei der Gründung eines Computer-Reparatur-Services. Er bietet jedoch keine Rechtsberatung und wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität des Artikels. 

Checkliste

Wie möchten Sie arbeiten?

  1. Möchten Sie im Nebengewerbe arbeiten oder Vollzeit einsteigen?
  2. Haben Sie bereits Kunden und genug Ressourcen für Ihr Marketing?
  3. Möchten Sie auf den Kleingewerbestatus verzichten oder ihn annehmen?
  4. Möchten Sie Buchhaltung und Fakturierung auslagern oder selbst erledigen?
  5. Waren Sie bei
  • Beratungsstelle, 
  • Steuerberater,
  • Finanzamt,
  • Versicherungsmakler und
  • Krankenversicherung?

Gegebenenfalls

  • Arbeitgeber
  • Gewerbeamt
  • Vermieter
  1. Haben Sie einen Händler Ihres Vertrauens?
  2. Haben Sie Ihre Preise berechnet sowie Ihre Kosten durchkalkuliert?
  3. Haben Sie Ihren Businessplan erstellt?

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